• Kommunikation
    in besonderen Zeiten

     

    Beobachtungen in der Corona-Zeit

    Werbeagentur Osnabrueck Blogbeitrag Kommunikation in Coronazeiten

Keine Lust mehr auf: „Wir stehen an Ihrer Seite!“

Natürlich ist zunächst nichts dagegen zu sagen, wenn einem diese Aussage anlässlich der Corona-Krise immer noch auf vielen Webseiten begegnet. Es ist ja erstmal gut gemeint. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Ist nicht die landläufige Vorstellung von „ich stehe an deiner Seite“, dass man die volle Unterstützung von jemandem hat, dass dieser einem vertraut und mir das Gefühl gibt „du machst das schon“? Die eigentliche Absicht der Unternehmen geht aber in eine andere Richtung, nämlich die, dass verhindert werden soll, dass mögliche Geschäftskontakte oder Käufe aufgrund der Krise unterlassen werden. Konkreter formuliert: „Unser Unternehmen ist vom Covid-19 Virus nicht betroffen, unsere Produktion oder Dienstleistung steht Ihnen wie gewohnt (oder mit leichten Einschränkungen) zur Verfügung.“ Das kommt dann zwar manchmal im Subtext, aber kreativ geht anders.

Geschickter macht es die Sparkasse mit dem Claim: Gemeinsam da durch! Das ist nicht nur schön bodenständig formuliert, es bringt Kreditinstitut und Kunden auf eine gemeinsame Ebene.

kommunikation in krisenzeiten_beispiel sparkasse

Solidarisch und kreativ zugleich ist auch die Idee der Kollegen von grape.media.design: WCBS in Großbuchstaben für den Slogan „We come back stronger“. T-Shirts und Hoodies mit diesem Aufdruck werden regional verkauft und der Erlös gespendet.

KOmmunikation in Kriesenzeiten Beispiel we come back stronger

Offensiv ist SAP, hier nutzt man das Thema Covid-19 als Begründung für außergewöhnliche Angebote wie kostenlose Zugänge zu ausgewählter Software. Man zeigt also konkrete Solidarität und redet nicht nur darüber. Hier sei insbesondere Michelin zu erwähnen, denn das weltweit bekannte Unternehmen stellte Rettungsdiensten und Krankentransporten im Fall einer Reifenpanne kostenfrei Ersatzreifen zur Verfügung. Keine große Werbe-Headline, sondern eine klare Botschaft: Wir spenden Reifen an Krankenwagen.

Natürlich kann nicht jedes Unternehmen sofort etwas kostenfrei anbieten, aber darum geht es auch nicht. Wichtiger ist es, den Kunden zu zeigen, dass man auch in Krisenzeiten Lösungen hat. Das kann schon das Angebot eines Bringdienstes sein oder eine Beratung per Videochat, wie dies Saturn seit April anbietet. Auch regional agierende Händler können hier punkten. „Jetzt ist Zeit für den Garten“, so die Headline der Firma Stavermann als Anbieter für Gartentechnik. Man setzt nicht auf Krisen-Geschwafel, sondern zeigt in den „Wir-bleiben-zuhause-Zeiten“ eine Alternative auf: den Aufenthalt im eigenen Garten, zu dem die eigenen Produkte bestens passen.

Kommunikation in Corna-Zeoten Betoniung des Service

Diese kurz zusammengestellten Beispiele zeigen, dass intelligente Kommunikation gerade in der Krise hilft, sich abzuheben und die eigenen Lösungen in den Fokus zu stellen. Das gilt nicht nur für international agierende, sondern eben auch für kleine regionale Unternehmen.

 

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